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125 Jahre HOCHDORF

Mein Name ist Felice Fauxpas und ich habe sehr viele Geschäftspartner, welche ich regelmässig besuche. Sie werden mich in keinem Telefonbuch der HOCHDORF-Gruppe finden, denn ich lebe fiktiv.

 

Felice Fauxpas reist für die HOCHDORF-Gruppe in die Zukunft

Esskultur – Eine Reise in die Zukunft

«Im Jahr 2095 werden die
Gärten vertikal sein.»

Die meiste Zeit des Jahres befinde ich mich auf Geschäftsreise, oft in mir sehr fremden Ländern. Gut, begleiten mich meistens meine Geschäftsfreunde, denn es ist nicht immer einfach, mit den landesüblichen Gepflogenheiten umzugehen.

Dieses Mal besuche ich kein weit entferntes Land, sondern düse geradewegs ins Jahr 2095. Und ihr glaubt nicht, was uns dort erwartet! Auch von dieser Reise komme ich mit einem vollen Koffer lustiger Essgeschichten zurück.

Es ist Mittag – ich sitze gemütlich in einem kleinen Strassen-Bistro. Um mich herum erklingt fröhliches Vogelgezwitscher und plötzlich ein Summen, als würde ich mitten in einem Bienenstock sitzen. Und zwar bedrohlich nahe. Erschreckt hebe ich den Kopf. Werde ich mitten in der Stadt von Bienen attackiert? Ich entdecke über mir einen Schwarm Drohnen. Beruhigt atme ich auf.

Plötzlich schwebt eine der Drohnen vor meiner Nase. Zwei schwarze Kameraaugen blicken mich treuherzig an, während eine künstliche, aber nicht unsympathische Stimme mich anspricht: «Hallo, ich bin Karl, Ihr persönlicher Chef de Service.»

Mein Körper bestimmt das Essen

Karl erkundigt sich freundlich, wie es mir geht und scannt zu meiner Verwunderung meine Netzhaut. Danach projiziert er seine Menüempfehlung auf die Tischplatte. Sie sei genau auf den Nährstoffbedarf meines Körpers ausgerichtet, so Karl. Mir fehle es an Omega-3-Fettsäuren, Eisen und Kalzium. Auch meine Vitamin-D3-Werte scheinen nicht optimal zu sein. Kurzerhand sendet Karls Navigationsgerät einen Datenstrahl an meinen Tisch und Stuhl und beide verschieben sich mit mir um ein paar Meter, während ich verwirrt die Menüvorschläge studiere. «Wo Sie jetzt sitzen, ist der Winkel der Sonneneinstrahlungen besser für Sie», sagt Karl.

«Sind Sie bereit für die Bestellung?» Ich entscheide mich für ein Fisch-Linsen-Gemüse-Curry und dazu einen Spezial-Milchshake wegen des Kalziums. Viel mehr scheint meinem Körper nicht bekömmlich zu sein. Plötzlich hebt sich mein Stuhl wie ein Fahrstuhl und ich schwebe lautlos der Hauswand entlang in die Höhe. An der Fassade, in vertikalen Gärten angelegt, wachsen Rüben, Linsen, Salate, Tomaten. Einfach alles, was man sich so wünscht.

Karl weist mich an, mir mein Gemüse auszusuchen und erklärt: «In unserer Küche verwenden wir nur frisches Gemüse aus nachhaltigem Anbau.» Danach geht’s wieder sanft hinab auf die Strasse.

«Dieser Milchshake schmeckt köstlich. Verraten Sie mir, woher Sie diesen haben?», frage ich Karl. «Es handelt sich um ein Schweizer Spezialitätenprodukt aus dem Hause HOCHDORF. Bei diesem Unternehmen sind wir sicher, dass nur beste Zutaten verwendet werden», erklärt mir Karl, zwinkert mir zu, verabschiedet sich und schwirrt zum nächsten Gast.

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(Illustration: Ivo Kircheis)