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Als zartduftende Blüte oder gehaltvolles Pflegeöl – Mandeln berühren seit Jahrtausenden unsere Sinne. Die wertvollen Inhaltsstoffe der Mandelfrucht und des Öls schenken uns von innen wie von aussen Vitalität und Schönheit.

Man­del­bäu­me sym­bo­li­sie­ren Vi­ta­li­tät und Schön­heit. Die ers­ten weiss rosa Man­del­blü­ten kün­di­gen uns als Vor­bo­ten den Früh­ling an, die rei­fen Früch­te ei­ni­ge Mo­na­te spä­ter den Som­mer mit Be­ginn der Ern­te­zeit. Man­deln er­in­nern an kalte Win­ter­win­de und wär­men­de Son­nen­strah­len. Beide stra­pa­zie­ren un­se­re Haut. Wir müs­sen sie pfle­gen, damit sie ge­schmei­dig bleibt.

Kul­tur­pflan­ze mit lan­ger Tra­di­ti­on

Seit 4000 Jah­ren kul­ti­viert der Mensch Man­del­bäu­me, auch im Mit­tel­meer­raum. Spa­ni­sche Mön­che brach­ten spä­ter die wert­vol­le Nuss nach Ka­li­for­ni­en. Heute stam­men bis zu 80 Pro­zent der Man­deln von dort. Wich­ti­ge An­bau­re­gio­nen sind neben Ka­li­for­ni­en auch Spa­ni­en und Ita­li­en.

Schon im Al­ter­tum ver­wen­de­te man Man­del­öl wegen sei­ner reiz­mil­dern­den und be­ru­hi­gen­den Wir­kung als Hau­t­öl. Das Öl wird mit­tels Kalt­pres­sung aus bit­te­ren oder süs­sen Man­del­ker­nen ge­won­nen. Wobei Süss­man­deln klar zu be­vor­zu­gen sind, denn Bit­ter­man­deln ent­hal­ten wie auch Apri­ko­sen- und Kir­schen­ker­ne Blau­säu­re. Blau­säu­re wirkt beim Men­schen ab einer ge­wis­sen Menge to­xisch.

Blühende Mandelbäume in Spanien
Der Beginn eines wunderbaren Mandelöls: Blühende Mandelbäume wie hier in Spanien. 
(Copyright Marbacher Ölmühle GmbH)


Man­del­öl – ideal in Haut­pfle­ge­pro­duk­ten

Man­del­öl aus Süss­man­deln (Pru­nus amyg­da­lus dul­cis) ist be­kannt für seine Haut­ver­träg­lich­keit: Es wird z.B. zur Vor­beu­gung und Be­hand­lung von tro­cke­ner Haut, gegen Schwan­ger­schafts­strei­fen und als Mas­sa­ge­öl ver­wen­det. Es dringt gut in die Haut ein und durch­fet­tet sie. Man­del­öl ist der idea­le Be­glei­ter durch ein gan­zes Leben – von der emp­find­li­chen Baby- bis zur rei­fen Haut. Die wert­vol­len In­halts­stof­fe im Man­del­öl eig­nen sich ideal als Basis in Haut- und Kör­per­pfle­ge­pro­duk­ten wie etwa Ge­sichts- und Kör­per­cre­men, Lip­pen­bal­sa­men und Ba­by­mas­sa­ge­ölen ge­nau­so wie in phar­ma­zeu­ti­schen For­mu­la­tio­nen.

Der An­teil an ein­fach und zwei­fach un­ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren ist mit über 90 Pro­zent sehr hoch. Dabei fal­len vor allem der hohe Ge­halt an Öl­säu­re (bis 86 Pro­zent) und Lin­ol­säu­re (bis 30 Pro­zent) auf. Öl­säu­re hat die Ei­gen­schaft, dass sie sehr leicht in tie­fe­re Haut­schich­ten vor­dringt und dort einen be­son­ders wirk­sa­men Schutz auf­bau­en kann.

Lin­ol­säu­re ist in der Bar­rie­re­schicht der Haut ein wich­ti­ger Be­stand­teil von Ce­ra­mid 1. Die­ses ist von gros­ser Be­deu­tung für die Feuch­tig­keits­re­gu­lie­rung der Haut und ver­mag den trans­e­pi­der­ma­len Was­ser­ver­lust (TEWL) zu re­du­zie­ren, was tro­cke­ner Haut ent­ge­gen­wirkt. Aus die­sem Grund − und auch auf­grund der ent­zün­dungs­hem­men­den Ei­gen­schaf­ten von Lin­ol­säu­re − wird Man­del­öl oft bei Haut­ir­ri­ta­tio­nen wie Ek­ze­men oder Neu­ro­der­mi­tis ein­ge­setzt.

Zu­sätz­lich ent­hält Man­del­öl bis zu 9 Pro­zent Pal­mit­in­säu­re und die Vit­ami­ne A und E. Pal­mit­in­säu­re stärkt den hau­t­ei­ge­nen Säu­re­schutz­man­tel und bil­det eine wirk­sa­me Bar­rie­re gegen äus­se­re Ein­flüs­se. Vit­amin A för­dert die Zel­lerneue­rung, und Vit­amin E ist ein hoch­wirk­sa­mes An­ti­oxidans.


Schneckenpressen der Marbacher Ölmühle
Auf dem Gebiet der schonenden Ölherstellung und vor allem der Kaltpressung führend – die Marbacher Ölmühle. (Copyright Marbacher Ölmühle GmbH)

Hoch­wer­ti­ge Öle brau­chen einen scho­nen­den Her­stel­lungs­pro­zess

Ein Man­del­öl be­hält nur dann seine haut­pfle­gen­den In­halt­stof­fe und Vit­ami­ne, wenn es sorg­fäl­tig ge­won­nen wird. Um dies zu er­rei­chen, braucht es viel Fach­wis­sen. Auf dem Ge­biet der scho­nen­den Öl­her­stel­lung und vor allem der Kalt­pres­sung ist die im Jahr 1899 ge­grün­de­te Mar­ba­cher Öl­müh­le füh­rend. Das Un­ter­neh­men pro­du­ziert und ver­edelt seit bald 120 Jah­ren pflanz­li­che Öle. Nicht von un­ge­fähr haben ei­ni­ge der Öle für ihre her­aus­ra­gen­de Qua­li­tät in­ter­na­tio­na­le Aus­zeich­nun­gen ge­won­nen, etwa im Jahr 2017 das bio­lo­gi­sche Man­del­öl.

Für die Her­stel­lung ihres Man­del­öls ver­wen­det die Mar­ba­cher Öl­müh­le aus­nahms­los Süss­man­deln. Die bei der Öl­her­stel­lung gän­gi­ge Pra­xis, Man­del­öl mit Son­nen­blu­men­öl zu stre­cken, ist bei der Mar­ba­cher Öl­müh­le ein ab­so­lu­tes Tabu. Das Mar­ba­cher Man­del­öl ist zu 100 Pro­zent rein und wird mit hand­werk­li­chem Kön­nen ge­won­nen. Denn die Kraft­über­tra­gung auf die Press­zy­lin­der muss wohl­do­siert und bei gleich­blei­ben­der Wärme von­stat­ten­ge­hen sowie auf die Öl­saat ab­ge­stimmt sein. Sonst er­hitzt sich die Saat zu stark und die wert­vol­len In­halts­stof­fe gehen ver­lo­ren. Die Mar­ba­cher Öle sind somit das Ab­bild der Qua­li­tät der Roh­wa­re und der Press­kunst, aber auch der Her­kunft, An­bau­wei­se und Qua­li­tät der Saat. Die Man­deln stam­men vor allem aus Ita­li­en und Spa­ni­en und teil­wei­se aus ei­ge­nem Kon­trak­t­an­bau.

Qua­li­tät auf den Punkt ge­bracht

Öl­saa­ten sind ein Ge­schenk der Natur. Sie haben es ver­dient, sorg­fäl­tig und mit Wert­schät­zung ver­ar­bei­tet zu wer­den. In ihnen liegt eine ganze Welt vol­ler wun­der­ba­rer In­halt­stof­fe, die nicht nur un­se­rer Seele, son­dern auch un­se­rem Kör­per gut­tun. In einem guten Man­del­öl liegt viel Po­ten­zi­al. Sei es zum di­rek­ten Ver­zehr oder als In­gre­di­enz in ver­schie­de­nen Kör­per­pfle­ge­pro­duk­ten.

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