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Rund ums Öl

Denis Haas
Von Denis Haas - 17. Mai 2018
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Ölsaaten

Als Ölsaat bezeichnet man die Samen oder Früchte von Pflanzen, die zur Herstellung von Pflanzenölen und -fetten verwendet werden wie z. B. Raps, Sonnenblumen, Leinsamen, Sesam, Walnüsse usw.

Schneckenpressen

Das Verfahren der Schneckenpressung ist ein traditionelles Verfahren. Ähnlich einem Fleischwolf wird das Pressgut in einem Zylinder mittels Schnecke transportiert und dabei ausgequetscht. Die Presse arbeitet sehr schonend und eignet sich für diffizile Saaten wie etwa jene der Sesampflanze.

Kaltpressung

Kalt gepresst bedeutet, dass während des Pressvorgangs in einem rein mechanischen Verfahren keine Hitze von aussen zugeführt wird. Das kalt gepresste Öl kann, muss aber nicht, im Anschluss weiterverarbeitet (raffiniert, desodoriert) werden. Durch die schonende Gewinnung bleiben der Eigengeschmack des Öls, die Vitamine, die ungesättigten Fettsäuren und weitere erwünschte, sekundäre Pflanzenstoffe erhalten.

Native Öle

Ein natives Speiseöl wird ausschliesslich durch mechanische Verfahren gewonnen. Nativen Ölen darf man weder vor noch während der Behandlung externe Wärme zuführen. Nach der Pressung darf keine weitere Bearbeitung erfolgen. Es entsteht ein hochwertiges, naturbelassenes Öl. Das gewonnene Öl bewahrt die Quintessenz der Saat: ihre natürlichen Aromen und wertvollen Inhaltsstoffe.

Raffinierte Öle

Mittels Raffination werden aus den rohen Pflanzenölen Begleitstoffe entfernt, welche die Qualität beeinträchtigen (beispielsweise Bitter- und Farbstoffe). Diese Öle werden nach der Pressung extrahiert, gebleicht, desodoriert und entsäuert. Kritische Stoffe wie Pflanzenschutzmittel werden entfernt. Zurück bleibt ein geruchs- und geschmackneutrales Öl.

Gebleichte Öle

Die Bleichung beseitigt den grössten Teil der Farbstoffe sowie Reste von Schleimstoffen, Seifen, Spurenmetallen und Oxidationsprodukten. Das Öl wird mit natürlicher Bleicherde durchmischt, damit die nun gebundenen, qualitätsmindernden Teilchen gefiltert werden können.

Desodorierte Öle

Beim Desodorieren beseitigt man aus dem Öl mittels Wasserdampf unerwünschte Geruchs- und Geschmacksstoffe sowie Pestizide.

Winterisierte Öle

Mit der Winterisierung werden Öle heruntergekühlt, damit die kristallisierten Wachse ausgefiltert werden können. Die Winterisierung verhindert, dass das Öl bei Zimmertemperatur ausflockt. Das Öl bleibt klar bzw. wird im Kühlschrank nicht trüb.

Presskuchen

Der Presskuchen ist die Restmasse der Feststoffe der nicht ausgepressten Ölanteile, die bei der Ölproduktion anfallen. Der Presskuchen wird auch als Trester bezeichnet. Aufgrund seines hohen Eiweissgehaltes wird er zu einem wertvollen Futtermittel weiterverarbeitet. Abhängig von den Rohstoffen findet er seinen Weg auch in die menschliche Ernährung.


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