HocIns_No_7_CI_Sekundaere-Pflanzenstoffe
Sekundäre Pflanzenstoffe – sie sind Teil unserer täglichen Ernährung und fristen doch bis heute ein Schattendasein. Schaut man genauer hin, findet man in ihnen so einiges, das äusserst positiv auf unsere Gesundheit wirkt.


Nicht leicht ein­zu­ord­nen

Se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe sind eine he­te­ro­ge­ne Grup­pe un­ter­schied­lichs­ter In­halts­stof­fe und kom­men, wie es der Name schon sagt, aus­schliess­lich in Pflan­zen vor. Man nennt sie «se­kun­där», weil die Pflan­ze diese Stof­fe weder für den Zel­lauf­bau noch den En­er­gie­stoff­wech­sel be­nö­tigt. Trotz­dem sind sie für die Pflan­ze über­le­bens­wich­tig. Die se­kun­dä­ren Pflan­zen­stof­fe schüt­zen vor Schäd­lin­gen, UV-Licht sowie äus­se­ren Um­welt­ein­flüs­sen und die­nen gleich­zei­tig als Farb- und Duft­stof­fe sowie als Wachs­tums­re­gu­la­to­ren. Im Ge­gen­satz zu den pri­mä­ren Pflan­zen­stof­fen wie Koh­len­hy­dra­tePro­te­ine und Fette kom­men die se­kun­dä­ren nur in ge­rin­gen Men­gen vor. Ver­mut­lich gibt es min­des­tens so viele se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe wie Pflan­zen. 

Erst­ran­gi­ge Wir­kung

Se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe fin­den sich meist in den Scha­len, äus­se­ren Schich­ten und Blät­tern von Obst und Ge­mü­se. Wich­ti­ge Lie­fe­ran­ten sind auch Nüsse, Hül­sen­früch­te, Ge­trei­de und Öl­saa­ten wie Son­nen­blu­men­ker­ne und Se­sam­kör­ner. Weil ­Erhitzung viele se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe zer­stört, sind bei­spiels­wei­se kalt­ge­press­te Spei­se­ö­le klar im Vor­teil. Auch wenn wir bis heute nicht genau ver­ste­hen, mit wel­chen Me­cha­nis­men die se­kun­dä­ren In­halts­stof­fe wir­ken, gibt es doch eine gros­se An­zahl von star­ken Hin­wei­sen, dass sie es tun. 

In Bezug auf die Ge­sund­heits­prä­ven­ti­on spie­len die se­kun­dä­ren Pflan­zen­stof­fe eine wich­ti­ge Rolle. Doch bis heute weiss man nicht, ob ein­zeln oder im Ver­bund. Sie beu­gen Herz-Kreislauf-­Erkrankungen, Schlag­an­fall und Blut­hoch­druck vor und haben auch eine neu­ro­lo­gi­sche, ent­zün­dungs­hem­men­de und an­ti­bak­te­ri­el­le Wir­kung. Durch­schnitt­lich nimmt der Mensch durch eine ge­misch­te Kost täg­lich ca. 1,5 g se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe auf. Es lohnt sich somit in jedem Fall, ­auf eine ab­wechs­lungs­rei­che Kost zu set­zen.   

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