MOM_WPIC_Vitamin_E_Fotolia_118029846
«Vitamin E» bezeichnet eine in der Natur vor­kommende Gruppe von acht verwandten ­Ver­bindungen: vier Tocopherole (alpha-, beta-, gamma-, delta-Tocopherol) und vier Tocotrienole (alpha-, beta-, gamma-, delta-Tocotrienol). Es ist ein Zellschutzvitamin.


Für den Menschen von grosser Bedeutung ist alpha-Tocopherol. Es ist im Körper in den grössten Mengen vorhanden (1), wird spezifisch selektiert und in der Leber angereichert. Die anderen Formen von
Vitamin E kommen in viel geringeren Konzentrationen vor. Dementsprechend empfahl das «Food and Nutrition Board» (die Lebensmittel- und Ernährungsbehörde der USA) im Jahr 2000, Zufuhrempfehlungen für Vitamin E auf der Basis von alpha-Tocopherol festzulegen (2).

Produkte, etwa Pflanzenöle, die Vitamin E enthalten, müssen nicht unbedingt reich an alpha-Tocopherol sein. Die in den USA beliebten Sojabohnen- und Maisöle enthalten beispielsweise mehr gamma- als alpha-Tocopherol. Weizenkeimöl hingegen enthält extrem viel alpha-Tocopherol.

Die in Pflanzen vorliegende natürliche Form von alpha-Tocopherol wird als «RRR-alpha-Tocopherol» oder «D-alpha-Tocopherol» bezeichnet.

In angereicherten Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln findet man meist synthetisches «All-rac-alpha-Tocopherol» bzw. «DL-alpha-Tocopherol». Dieses enthält RRR-alpha-Tocopherol und sieben sehr ähnliche Formen von alpha-Tocopherol. All-rac-alpha-Tocopherol wird als biologisch weniger aktiv definiert als natürliches RRR-alpha-Tocopherol.


Weitere Informationen

 

Quellen
1) Traber MG. Utilization of vitamin E. Biofactors. 1999; 10(2-3):115–120
2) Food and Nutrition Board, Institute of Medicine. Vitamin E. Dietary reference intakes for vitamin C, vitamin E, selenium, and carotenoids. Washington D.C.: National Academy Press; 2000:186–283.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Letzte Artikel

Beliebte Artikel