Christine Geiser ist gelernte Kinderkrankenschwester. 1989 schloss sie ihre Ausbildung am Kinderspital Luzern ab. Danach war sie einige Jahre im Kinderspital Aarau und später auf der Wochenbettabteilung im Kreisspital Muri tätig. Seit 1994 arbeitet sie als Mütterberaterin im Seetal. Das Nachdiplomstudium dazu schloss sie im Jahr 2010 ab.

Christine Geisser HochdorfSeit wie vielen Jahren arbeiten Sie bei der Mütter-/Väterberatung Hochdorf? 

Christine Geiser: Ich arbeite seit 20 Jahren hier und bin für die gesamte Region Hochdorf für Kinder bis zum Schulalter zuständig. Pro Jahr führen wir im Schnitt 1500 Gespräche pro Beraterin, sei es im direkten Kontakt oder per Telefon und E-Mail.

Fachleuten zufolge nehmen allergische Erkrankungen seit 20 Jahren stark zu. Was sind Ihre Beobachtungen?

Christine Geiser: Ich persönlich habe keine Zunahme festgestellt. Ich schätze, dass rund 5 Prozent aller Kinder, die wir betreuen, eine Allergiekarriere vor sich haben. 

Woran erkennen Sie bei einem Kind eine mögliche Allergiekarriere?

Christine Geiser: Drei Viertel aller Kinder begleiten wir nur im ersten Lebensjahr. Daher sehen wir oft erst die Anfangszeichen einer möglichen Allergiekarriere. Typische Zeichen sind gerötete Wangen oder Ausschläge in den Arm- und Kniebeugen. 

Und was wird aus den typischen Allergiezeichen?

Christine Geiser: Bei einem Drittel der Kinder bleiben die Ausschläge, bei einem Drittel verschwinden sie dauerhaft, und bei einem Drittel treten sie später wieder auf. Verlässliche Zahlen habe ich jedoch keine.

Macht eine Allergieprävention bei einem Kleinkind in jedem Fall Sinn?

Christine Geiser: Nur wenn direkte Verwandte, also die Mutter, der Vater oder ein Geschwister unter einer atopischen Allergie leiden, macht die Prävention Sinn. 

Und was raten Sie diesen Eltern?

Christine Geiser: In diesen Fällen rate ich, auschliesslich zu stillen. Ist stillen nicht möglich, empfehle ich, die ersten vier bis sechs Monate HA Babynahrung zu verwenden. Danach können die Eltern dem Baby normale Säuglingsmilch geben. Viele Eltern entscheiden sich jedoch, bei der HA Nahrung zu bleiben und stellen auf eine Folgemilch um. 

Was sind Ihre Erfahrungen mit HA Babynahrung?

Christine Geiser: Wir machen sehr gute Erfahrungen mit HA Babymilch. Die Kinder vertragen HA Babynahrung sehr gut und akzeptieren sie problemlos. 

Auf dem Markt gibt es einige HA Babynahrungsprodukte. Zu welchem raten Sie?

Christine Geiser: Als neutrale Fachstelle bevorzugen wir keine einzelnen Marken. Viele Eltern fragen jedoch nach Schweizer Produkten oder nach solchen aus der Region. In diesen Fällen geben wir schon die entsprechenden Markenempfehlungen ab.

Christine Geiser, ich danke Ihnen für das interessante Gespräch.


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