HocIns_No_4_BC-Der-verborgene-Hunger-nach-Zink

Der «verborgene Hunger» ist unsichtbar und trifft selbst Kinder, die äusserlich den Anschein erwecken, gut genährt zu sein. Denn «verborgener Hunger» bedeutet per Definition nicht ein Zuwenig an Kalorien, sondern ein Mangel an Mikronährstoffen. Am häufigsten sind Eisen-, Vitamin-A-, Jod- und Zinkmangel.

Man liest nur sel­ten über Zink­man­gel. Er schwächt bei­spiels­wei­se das Im­mun­sys­tem und be­wirkt somit in­di­rekt, dass pro Jahr rund 2 Mil­lio­nen Kin­der an in­fek­tiö­sen Durch­fall­erkran­kun­gen ster­ben. Zink ist nicht nur für ein ge­sun­des Immun­system mit­ver­ant­wort­lich, son­dern auch für die kör­per­li­che und neu­ro­psy­cho­lo­gi­sche Ent­wick­lung von Kin­dern und Ju­gend­li­chen. Stu­di­en be­le­gen, dass Kin­der mit Zink­man­gel oft an Entwicklungs­verzögerungen sowie an Seh­stö­run­gen und schlech­ter Wund­hei­lung lei­den.

Zink ist ein Mi­kro­nähr­stoff und in jeder Kör­per­zel­le vor­han­den. Den höchs­ten Ge­halt fin­det man in den Mus­keln und Kno­chen. Zink ist mass­geb­lich für die Funk­ti­on von ca. 300 am Stoff­wech­sel ­beteiligten En­zy­men zu­stän­dig. Eben­falls wich­tig ist die­ser Mi­kro­nähr­stoff für die Kno­chen­bil­dung sowie für die In­ter­ak­ti­on zwi­schen den Ge­hirn­zel­len. Zink ak­ti­viert zum Bei­spiel Be­rei­che im Ge­hirn, die In­for­ma­tio­nen der Ge­schmacks- und Ge­ruchs­zel­len ver­ar­bei­ten.

Zink­man­gel weit ver­brei­tet

Der Mensch kann Zink nicht sel­ber bil­den, er muss es über die Nah­rung zu sich neh­men. Gute Zink­lieferanten sind etwa Mus­kel­fleisch, Fisch und Mee­res­früch­te sowie Milch­pro­duk­te wie Käse und spe­zi­el­le Kin­der­mil­chen. Gute pflanz­li­che Zink­quel­len sind Voll­korn­pro­duk­te sowie Wei­zen­kei­me.

Welt­weit sind rund 1 Mil­li­ar­de Men­schen von Zink­man­gel be­trof­fen. Die UNICEF geht davon aus, dass selbst in den 35 reichs­ten Län­dern der Welt ver­mut­lich rund 30 Mil­lio­nen Kin­der unter «ver­bor­ge­nem Hun­ger» nach Zink lei­den, etwa als Folge einer ein­sei­ti­gen oder un­ge­sun­den Er­näh­rung. Lei­der gibt es dazu bis heute keine natio­nalen Stu­di­en, ob­wohl das Thema hoch­ak­tu­ell ist. Auch die HOCH­DORF-Grup­pe be­fasst sich damit, sei es im Be­reich Baby Care oder in naher Zu­kunft im Be­reich Kid’s Food.

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